Ried Pössnitzberger Kapelle® Sauvignon Blanc 2015 Große STK Ried


Rebsorte:
Sauvignon Blanc
Jahrgang:
2015
Auszeichnungen:
20/20 GABRIEL, 100/100 FINETASTING, 100 A LA CARTE, 97 FALSTAFF, 19,5 GAULT MILLAU, 95 PARKER Punkte
Alkoholgehalt:
13,5%vol
Gesamtsäure:
5,3g/l
Restzucker:
0,6g/l
Vinifikation:
von Hand gelesen und spontan vergoren
Ausbau:
30 Monate in großen traditionellen Eichenholzfässern
Trinkreife:
15 Jahre und mehr
Verschlussart:
handsortierter Naturkork, mit Wachs versiegelt
Klassifizierung:
Große STK Ried
Alte Flaschenetiketten
Herkunft/Ried :
Pössnitzberg
Ausrichtung:
südausgerichtete Kessellage mit einer großteils über 50%igen Hangneigung
Seehöhe:
470m–505m
Anbaugebiet:
Südsteiermark
Weinbeschreibung:
präzise Fruchtpräsenz in der Nase; Cassis, pure Stachelbeeren, weißer Pfirsich, Limonen, dezente Kräuternuancen, Spuren von Eisenkraut, Fenchel und Anis; am Gaumen fein und sehr elegant, beeindruckende Würze im Nachhall mit seidigem Trinkfluss
Speisenempfehlung:
geräucherte Forelle, warmer Saibling, Gans oder Ente, Wildgerichte, Schmorgerichte vom Rind (Ochsenschlepp, Schulterscherzel), Steak
AUSVERKAUFT
Kategorisierung:

Die Ried Pössnitzberg ist prädestiniert als besonderes Weißwein-Terroir. Das Zusammenspiel der Bodenstruktur und der klimatischen Faktoren macht diese Riede so unverwechselbar und die Weine der Rebsorte Sauvignon Blanc so authentisch. Die Trauben für „Ried Pössnitzberger Kapelle Sauvignon Blanc“ stammen von einem Weingarten am Pössnitzberg wo sich eine kleine alte Kapelle befindet. Schon in den 60er Jahren benannte der damalige Grundbesitzer und Bewirtschafter dieses Weingartens, Karl Rengo, seine Weine „Pössnitzberger Kapelle“. Unsere Weine vom Pössnitzberg, als Große STK Ried klassifiziert, sind fein mineralisch, am Gaumen enorm salzig mit straffer Struktur und weisen eine hohe Langlebigkeit auf. Der Ernteertrag ist auf max. 45hl limitiert. Weine der Großen STK Ried dürfen frühestens ab dem 1. Mai nach 18-monatigem Ausbau in den Verkauf gebracht werden.

Herkunft/Ried:

Steilheit und extrem kalkhaltige Böden lassen nach mühsamer und arbeitsintensiver Handarbeit große, tiefgründige, von Herkunft geprägte Weine entstehen. Die Ried Pössnitzberg ist die südlichste Ried der Steiermark und hat einen enormen Stellenwert für unser Weingut. In den 50er Jahren erkannte Großvater Johann Sabathi bereits das Potential dieser Riede und kaufte das erste Kernstück. Seitdem wird die wertvolle DNA dieser Rebstöcke vermehrt. Diese extrem steile und felsige Riede mit teilweise sehr altem Rebbestand und tiefer Verwurzelung kann aufgrund einer Hangneigung von bis zu 75% nahezu nur händisch bewirtschaftet werden.

Klima:

Warme Aufwinde aus den slowenischen Tälern treffen auf kühle Luftströme der westlich gelegenen Koralpe. Die großen Temperaturunterschiede bewirken eine würzige und vielfältige Aromenausbildung.

Boden:

Der Pössnitzberg liegt aus erdgeschichtlicher Sicht im südweststeirischen Meeresteilbecken. Hier entstanden vor ca. 16 Millionen Jahren teilweise bis zu mehrere 1000 Meter mächtige marine Ablagerungen. Diese feinen Meeressedimente werden in der Geologie als „Steirischer Schlier“ bezeichnet. Es handelt sich um tonig-feinsandige, meist graugrün gefärbte, kalkhaltige Tonmergel bis Tonschiefer mit Sandeinlagen, Blattfossilien und Glanzkohleresten. Merkmale dieser kargen und stark kalkhaltigen Böden, genannt „Opok“ (Kalkmergel) sind der durch die Verwitterung entstandene humose Oberboden von oft nur 20 Zentimetern und das feste Sedimentgestein.

„Was für ein Bouquet!“ „Der Gaumen ist ein Finessenpaket sondergleichen, die Säure ist perfekt eingebunden, der Fluss seidig. Er zeigt in seiner Art gar eine gewisse Adstringenz, was das enorme Lagerungspotential unterstützt und dokumentiert. Dies ist kein überlauter, oder gar marktschreierischer Sauvignon-Blanc-Kompetitionswein für Blindproben, sondern ein äusserst präziser Weltklassewein in dieser Rebsorten-Sparte. Ein önologisches Violinenkonzert für die ganz grosse Oper! Das war ein bewegender Schluck einer neuen Austria-Ikone!“   (René Gabriel)


„Man spürt die Konzentration nicht, so fein ist sie verwoben. Im langen Finale dicht, tief, harmonisch.
Kein lauter Wein. Potential für dreißig Jahre.“
(Till Ehrlich, FINE Das Weinmagazin)